Der Fertighaus-Markt boomt und Kaufinteressenten werden mit Informationen überschüttet.
Doch was genau ist eigentlich ein Fertighaus?
Der Großteil der im Handel mit Fertighäusern benutzten Begriffe ist nicht rechtsverbindlich definiert oder geschützt. Der Begriff Fertighaus bezeichnet ganz allgemein ein Haus, welches weitgehend handwerklich oder industriell in Komponenten vorfabriziert, auf dem Bauplatz angeliefert und binnen kurzer Zeit zu einem fast fertigen Haus zusammengefügt wird.
Ein Fertighaus ist keineswegs zwangsläufig ein Holzhaus, auch wenn wohl der überwiegende Teil der Fertighaushersteller ihre Häuser in Holzbauweisen fertigen. Fertighäuser können durchaus auch aus Elementen bestehen, die in sogenannter "Ziegelverbundbauweise" aus massivem Stein, oder in "Betonfertigteil-Bauweise" aus Guß- oder Porenbeton vorgefertigt wurden.
Im Allgemeinen wird jedoch ein Holzhaus, bei dem große Wand- und Deckenelemente in "Holztafelbauweise" beim Hersteller vorgefertigt werden, als Fertighaus bezeichnet. Diese Elemente werden auf der Baustelle in wenigen Tagen zu einem witterungsbeständigen Rohbau zusammengefügt. Nimmt der Hersteller auch den kompletten Innenausbau des Hauses vor, so wir dem Eigentümer ein "Schlüsselfertiges Haus" übergeben. Alternativ kann der Bauherr den Ausbau aber auch selbst vornehmen. Er erwirbt dann ein als "Ausbauhaus" oder "Mitbauhaus" bezeichnetes Haus und spart durch seine Mitarbeit einen beträchtlichen Teil des Kaufpreises. Diese Einsparung wird gerne auch als "Muskelhypothek" bezeichnet, da die Eigenleistung des Bauherren bei der Baufinanzierung wie Eigenkapital berücksichtigt wird.
geschrieben von mikenoby am 01.06.2008 - 11:21:09 - letzte Bearbeitung am 03.05.2010 - 15:38:34